Als Ausländer ein Haus kaufen – Möglich?

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Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es ist Ausländern in Deutschland erlaubt, eine Immobilie zu erwerben. Wer sich im deutschen Markt nicht auskennt, kann hier für die Finanzierung Experten wie von mygermanmortgage hinzuziehen. Diese Regelung gilt sowohl für natürliche als auch für juristische Personen. Woher der Käufer/Käuferin kommt, bzw. welche Staatsangehörigkeit der/die hat, ist beim Kauf eines Hauses unerheblich.
Allerdings bei der oft gestellten Frage, ob mit dem Kauf eines Hauses durch einen Ausländer automatisch ein Aufenthaltsrecht verbunden ist, muss man unterscheiden. Handelt es sich bei dem Käufer um einen EU-Bürger, gibt es keine Schwierigkeiten. Möchte man als EU-Bürger die neu erworbene Immobilie zu Wohnzwecken nutzen, ist es lediglich notwendig, sich beim Einwohnermeldeamt anzumelden. Es sind sonst keine weiteren Schritte vorgeschrieben.
Für Nicht-EU-Bürger stellt sich die Lage grundsätzlich anders dar. Dem Kauf eines Hauses steht nichts im Wege. Die Finanzierung des Kaufes kann durch eine Hypothek der Haus Bank erfolgen. Der Besitz einer Immobilie hat aber keinen Einfluss auf den Aufenthaltsstatus des Besitzers. Um als Nicht-EU-Bürger in Deutschland einreisen zu können, benötigt man eine Aufenthaltserlaubnis oder ein Visum. Von dieser grundlegenden Regelung gibt es nur eine Ausnahme. Erwirbt ein Nicht-EU-Bürger eine Gewerbeobjekt mit der Absicht in Deutschland selbständig gewerblich tätig zu werden, kann er sowohl eine Gewerbeberechtigung als auch eine Aufenthaltsberechtigung erhalten und sich im Bundesgebiet aufhalten.
Eine entscheidende Frage ist, wer Eigentümer des Hauses werden soll. In Deutschland ist es üblich, dass der Immobilienbesitz zwischen Ehepartnern im Verhältnis 50 : 50 aufgeteilt wird. Es ist selbstverständlich jedes andere Verhältnis denkbar. Für Ausländer gilt in diesem Punkt. Das Herkunftsland ist ausschlaggebend. In manchen Herkunftsländer gilt die Vorschrift, dass beide Eheleute Eigentümer werden müssen. Wenn sich ein Ehepaar dafür entscheidet, dass das Haus nur einen Eigentümer haben soll, gibt es eine Möglichkeit, diesen Wunsch in Deutschland, unabhängig von der Regelung im Herkunftsland, umzusetzen. Es ist ein Ehevertrag aufzusetzen, der sowohl den Rechtsvorschriften des Herkunftslandes, als auch den Regelungen in Deutschland entspricht.
Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Hauskaufverträge einer notariellen Beurkundung bedürfen. Vor der Vertragsunterzeichnung wird sich der Notar vergewissern, ob die Deutschkenntnisse des Käufers ausreichen, die wichtigen Punkte des Kaufvertrages zu verstehen. Kommt der Notar zur Erkenntnis, dass die Deutschkenntnisse nicht reichen, wird er darauf bestehen, einen beeideten Dolmetscher zur Vertragsunterzeichnung hinzuzuziehen. Es gibt auch die Möglichkeit eine dritte Person mit Vollmacht auszustatten, die über die entsprechenden Sprachkenntnisse verfügt. Falls der Käufer nach Vertragsunterschrift das Bundesgebiet wieder verlässt, entweder für immer oder einen längeren Zeitraum, muss er beim Notar einen Zustellungsbevollmächtigten mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift benennen. Die Höhe der anfallenden Kosten richten sich nach Aufwand und Kaufpreis. Man kann davon ausgehen, dass sich die Kosten für den Notar zwischen 1 % und 1,5 % bewegen. Je höher der Hauspreis, desto geringer der Prozentsatz. Ein notariell beglaubigter Kaufvertrag ist die Voraussetzung um den Eigentumsübergang und die Eintragung im Grundbuch durchzuführen.
Hat der Käufer das passende Haus gefunden und sich zum Kauf entschlossen, könnte es sein, dass er von den anfallenden Nebenkosten, die zum Kaufpreis dazukommen überrascht wird. Die Notars- und Grundbuchkosten schlagen sich mit ca. 1 % – 1,5 % nieder. Gegenüber dem Finanzamt wird auch noch die Grunderwerbssteuer fällig. Der Steuersatz ist bundesweit nicht einheitlich, sondern in jedem Bundesland wird ein anderer Satz berechnet.
Nur in seltenen Fällen kann ein Haus zur Gänze aus Eigenmitteln finanziert werden. Eine Hypothek der Haus Bank ist eine kostengünstige Finanzierungsmöglichkeit.

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